„Der Spitzer geht um“ spricht mir aus dem Herzen

Liebe Freunde des medienpädagogischen Wahnsinns,

euch dürfte interessieren, was das Landesmedienzentrum Stuttgart zu Manfred Spitzer im mediaculture-Blog schreibt.

Der Beitrag spricht mir sehr aus dem Herzen und ich werde auch hier mal genauer nachschauen, was Manfred Spitzer und Christian Pfeiffer eigentlich an eigene Forschung vorlegen und wie die Medien die Thesen unreflektiert übernehmen, etwa dass das Gehirn weniger aktiv sei beim Nutzen von digitalen Medien. Beiträge wie in der Rheinischen Post oder im Deutschlandfunk scheitern daran, die entscheidende Leistung zu vollbringen, nämlich die unheimlichen Lücken in seiner Quellenwahl aufzudecken.
Die Publikationsliste von Manfred Spitzer belegt wenig Forschungsdrang in dem Bereich.

Und was macht die wissenschaftliche Community? Sie versteckt sich lieber und überlässt den Populisten und Demagogen das Feld.

Es ist zum Heulen, wenn man nicht wüsste, dass der Kampf der Gesellen Kulturkritik eh aussichtslos ist (siehe Kulturkämpfe anno dazumal bezüglich Comics, Romane, Theater, die Schrift).

Ärgerlich ist, dass sich die Medien vor den Karren zerren lassen und als Verkaufsagenten mitwirken. Und die Entwicklung einer guten Medienpädagogik erschweren.

Gruß
Ibo Mazari
http://www.digitale-spielwiese.org

 

5 Kommentare

  1. Der Unterschied ist das du ein Gläubiger bist und Manfred Spitzer ein Wissenschaftler. Das bedeutet du glaubst was du sagst, er weis es.

    Glaubst du nicht, schon klar, das ist ja das Problem mit Gläubigen.
    Aber vielleicht hat du ja Interesse zu verstehen?!

    Also ganz kurz, aus den Nachforschungen Manfreds ergiebt sich das klare Bild das Nutzung von digitalen Medien bei Kindern schädlich ist für ihre „GESAMTENTWICKLUNG“
    Und zwar je früher desto schlimmer und je mehr desto schlimmer.
    Gesamtentwicklung bedeutet das wenn man keine digitalen Medien nutz lernt man 1.000.000 Sachen, wenn man fast nur digitale medien nutz lernt man 10 Sachen vielleicht 100.
    DESHALB und weil jetzt viele schon reden „Tablets in den Kindergarten“ stellt er die Maximalforderung.

    Und bitte vergleiche das nicht mit Kulturkäpfen nur um deinen Glauben zu untermauern. Es geht hier nicht darum digitale Medien abzuschaffen sondern ein Bewusstsein für die Entwicklungstörungen die sie bei Heranwachsenden verursachen können. Und die Kinder sind wichtiger als dein Glaube.

    1. Ich bin kein Mann des Glaubens.
      Spitzer forscht eben nicht zu diesem Thema. Und die Studien, die wir haben zeigen nicht das, was Spitzer zeichnet.
      Keiner sollte Medien kritiklos nutzen. Aber das gilt übrigens viel mehr für jene, die den Teufel an die Wand malen. Reaktionäre Kräfte in der Medienpädagogik haben ja leider eine lange Tradition …

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