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Der Urknall
| Wir müssen uns vorstellen das es vor dem Urknall weder Raum noch Zeit gegeben hat. Es gab nur das nichts. Aber dank der
Modernen Wissenschaft geht man davon aus das das Universum einem winzigem Materiepunkt der kleiner als ein Atom war entstanden ist. Dieses Uratom war heiß- mehr als Trillionen mal heißer als der Kern der Sonne. Seine aufgestaute Energie zwang es sich auszudehnen. Da dieses Uratom aber auch alles an Raum enthielt konnte es seine Energie nicht nach außen abgeben, da außerhalb kein Raum existierte. Das Atom dehnte sich daher in sich selbst aus wie ein Ballon, der aufgeblasen wird, und den Raum den es
einschloss wurde immer größer. Zu diesem Zeitpunkt bestand das Universum nur aus sehr wenig Materie, vielleicht kaum mehr als eine Handvoll und die Ausdehnung war ein sehr langsamer Prozess. Woher aber kam dann die gesamte Materie des Universums, und warum dehnt sich das Universum heute aus, als sei es das Ergebnis einer gewaltigen Explosion? Der Amerikanische Physiker Alan Guth entdeckte 1981 die Antwort auf diese Fragen. Die heißen Gase des jungen Universums bestanden nicht aus Materie, wie wir sie kennen. Bei der Temperaturhöhe konnten weder Atome noch Bestandteile wie Protonen oder Neutronen existieren und daher ebenso wenig Kräfte, die wir als Magnetismus oder Gravitation bezeichnen. Materie und Kräfte waren ununterscheidbar in einer einzigen Masse miteinander verschmolzen. Doch das Universum kühlte sich kontinuierlich ab, und irgendwann müssen Materie und Kräfte die Formen angenommen haben, die wir heute so vorfinden. Zu diesem Zeitpunkt befand sich das Universum in einem einzigartigen Stadium, das es nie zuvor gab und nie wieder geben wird. Nach Guth Berechnungen muss die Gravitation als Kräfte und Materie zu ihrer eigenen Identität fanden, für kurze Zeit eine für uns fremde unberechenbare Phase durchlaufen haben. Wir nennen die Gravitation als eine Kraft, die dinge aufeinander zutreibt. An diesem Punkt in der Frühen Geschichte des Universums aber war die Gravitation kurzzeitig eine Kraft die Materie auseinander stieß. Die Urgewalt dieser Gravitation verwandelte langsame Expansion des jungen Universums in eine gigantische Explosion. Astronomen nennen dies die „inflationäre Phase“ des Universums. Dieser plötzliche Ausbruch, der das Universum auseinander riss, war der Urknall Die negativen Kräfte der Gravitation aus dieser kurzen Phase konnten auch neue Materie erschaffen. Sie glich die klaffenden Lücken aus, die durch die urplötzliche Ausdehnung des Raumes entstehen ließ. Im Bruchteil einer Sekunde vervielfältigte sich das Material des Universums von ursprünglich nur wenigen Kilogramm zu der Fülle der Materie, die heute die Galaxien bildet. Nach Ablauf der inflationären Phase wirkten im Universum die uns bekannten Kräfte wie Elektrizität oder Magnetismus und eine Art der Gravitation die Objekte anzieht. Nur die Materie selbst zeigte weniger vertraute Formen. Sie bestand aus sogenannten Quarks, hypothetischen Elementarteilchen, die sich in Dreiergruppen zusammenschlossen, um Protonen und Neutronen zu schaffen, die Kernbausteine aller Atome. Der unvorstellbare heiße Raum enthielt jedoch auch Antimaterie. Wenn Materie und Antimaterie aufeinandertreffen, so vernichten sie sich gegenseitig. Zu dieser Entscheidungsschlacht kam es in der ersten Lebenssekunde des Universums. Hätten Materie und Antimaterie zu gleichen Teilen bestanden wäre es zur völligen Zerstörung der Materie gekommen. Im Universum gäbe es dann heute weder Galaxien noch Sterne noch Planeten. Das Ereignis löschte die Materie beinahe aus, aber nicht vollkommen. Auf 1 000 000 000 Teilchen Materie entfielen 99 999 999 Teilchen Antimaterie, und nur eine geringe Menge an Materie entging der Vernichtung. Der Zerstörungsprozess rief ein riesiges Potential an Strahlung und Hitze hervor, die Astronomen heute mit Radioteleskopen heute erfassen können. Diese „Mikrowellen- Hintergrundstrahlung“ ist eine der besten Belege dafür, dass sich der Urknall so Abspielte wie er in der Theorie beschrieben wird. Weiteres Beweismaterial liefern die Anteile von verschiedenen Gasen, die sich heute im Universum feststellen lassen. Beim Urknall dürfte Wasserstoff entstanden sein, das einfachste chemische Element. Etwa drei Minuten später müsste dann die Reaktion mit sich selbst zum zweiten Element, dem Helium geführt haben. Als Indiz für die Richtigkeit der Urknall- Theorie findet man heute im Universum Gaswolken vor, die Wasserstoff und Helium im gleichem Verhältnis aufweisen. Das expandierende junge Universum war also mit wirbelnden Wasserstoff und Heliumwolken gefüllt, die sich hätten ausbreiten und gleichförmig im Raum verteilen können, um ein lebloses Universum aus ewigen Gas entstehen zu lassen . Doch die Schwerkraft verhinderte dies und Zwang das Gas, sich zusammenzuballen und Galaxien Sterne und Planeten- und letztlich das Leben zu schaffen.
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| autor: daniel henke | zum anfang der seite |