Video-Empfehlung: Interview mit ESL CEO über die Geschichte der ESL

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Der elektronische Sport steht heute in seinem Zenit, die Reise zu einem der erfolgreichsten Sport- und Entertainment-Formate geht eindeutig weiter und wächst mit der Vernetzung aller Menschen in der gesamten Welt.

Doch nicht allzu lange her war eSport ein Fremdwort und der Weg zu mehr Sichtbarkeit und Respekt ein steiniger. Ich weiß das aus eigener Erfahrung, weil ich von 2005 bis 2012 in einer Phase des Wachstums die Kommunikation verantwortet habe und die Probleme gewaltig waren:

  • Kaum einer wusste jenseits der engen Community mit dem Begriff eSport etwas anzufangen.
  • Klassische Presse war skeptisch bis feindlich eingestellt.
  • Kritische und Geschäfts-bedrohende Diskurse rund um Jugendschutz und Sucht haben die Kommunikation immer mit dominiert.
  • Die kulturelle und technologische Tragweite des Phänomens wurde nicht begriffen.

Ich habe die Herausforderungen gerne angenommen und habe mit der zunehmenden Professionalisierung der eSport-Events mehr Journalisten für die Veranstaltungen gewinnen können, die erst danach das Phänomen verstanden haben. Berichterstattungen in der Tagesschau, bei den heute-Nachrichten, Bild und Co folgten und halfen, dem Ganzen mehr Sichtbarkeit zu geben und Sponsoren zu überzeugen. Flankiert habe ich die Arbeit stets mit Aufklärungskampagnen rund um Jugendschutz und Gaming als Kultur, durch Vorträge, die Teilnahme an Podiumsdiskussionen, Eltern-LANs und politischer Aufklärungsarbeit. Initiativen wie die eSport Schulmeisterschaft dienten in erster Linie der Aufklärung von Eltern, Lehrern und Angehörigen des Bildungssektors, und dann erst dem Spaß für die Schülerinnen und Schüler.

An all das musste ich beim Interview mit dem Gründer und Co-CEO der ESL, Ralf Reichert, denken. Vieles aus seinen Schilderungen der damaligen Zeit spiegeln die Herausforderungen, von denen ich sprach. Auch ich will die Zeit bei der ESL nicht missen und denke mit Freude und Dankbarkeit an diese verrückten Zeiten.

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