Gamification des Krieges

Ibo Mazari

www.mazari.de

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3 Antworten

  1. Marcus sagt:

    Du schreibst in dem Artikel, dass Propaganda mit Games und Social Networks zu unterstützen kein Novum der israelischen Armee ist. Ich nehme an, du spielst auf Americas Army an. Denn Israel versucht mit dieser Methode die Deutungshoheit über einen militärischen Konflikt zu erlangen und nicht nur Werbung für die eigenen Streitkräfte zu machen.

    • Ibo Mazari sagt:

      Danke für deinen Kommentar. Americas Army würde ich nicht als Gamification bezeichnen, das ist ja ein Shooter. Der dient der Werbung.
      Problematisch sind die Spielifizierung realer Kriegshandlungen, etwa die Steuerung der Drohnen oder die Visualisierung der „Ergebnisse“.

  2. Krieg und Spiele sind seit langen Zeiten ein Paar: fast alle Sportarten lassen sich irgendwann auf Wehrertüchtigung zurückführen. Viele Sportarten sind als sublimierte, zivilisierte Form des Wettkampfs entstanden, bei dem man irgendwann davon absah, den Gegner physisch zu vernichten. Andere förderten die Kampffähigkeit – und in jeden Zeitalter hat man etwas anderes darunter verstanden. Erst seit wenigen Jahrzehnten ist das „Kriegsspielzeug“ für Jungs verpönt.
    Computerspiele fördern Reaktionsschnelligkeit und Koordination beim Einsatz von Technik – und das braucht im modernen, effizienten Kampfeinsatz. Wahrscheinlich haben der „Arbeitsplatz“ von Kampfpiloten und ein professioneller „Spielplatz“ viele Ähnlichkeiten. Was ausgeblendet wird, ist das Leid von Menschen, das der Einsatz mit sich bringt. US-Armee und die israelische Armee sind als einsatzerprobte Armeen aus Ländern, in denen moderne Technik weit verbreitet ist, wohl weiter als andere. Da muß nicht viel gamifiziert werden.

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